Anreise

Aus Richtung Leipzig kommend sind beide Bahnhöfe direkt mit dem Zug erreichbar. Der Zug von Chemnitz nach Leisnig hält zuvor in Döbeln.
Anreise Bahnhof in Döbeln
0,35 kmzum Radweg

Anreise
Vom Hauptbahnhof Döbeln fahren Züge nach Leipzig, Riesa und Chemnitz.
Adresse:Am Hauptbahnhof 1
04720 Döbeln
  
Anreise Bahnhof in Leisnig
0 kmzum Radweg

Anreise
Vom Bahnhof in Leisnig kommen Sie sowohl nach Leipzig und Grimma, als auch nach Döbeln
 
Adresse:Bahnhofstraße 31
04703 Leisnig
  

Orte

Döbeln

Döbeln Marktplatz © Siesing
Die Burg Doblin wurde erstmalig 981 auf einer Schenkungsurkunde erwähnt, existiert aber lange nicht mehr. Jedoch kann die Stadt an der Freiberger Mulde mit anderen historischen Gewichten wuchern. Stolzester Zeuge von einst ist die altehrwürdige Kirche St. Nicolai mit einer der größten erhaltenen spätgotischen Schnitzaltäre in Sachsen und dem Mirakelmann. Die bewegliche, lebensgroße Skulptur aus Lindenholz ist eines der ganz wenigen dieser Art in Europa erhaltenen Beispiele mittelalterlicher Frömmigkeit. Mit derartigen Christusfiguren konnte der Leidensweg Christi bildhaft dargestellt werden.

Mit Beginn des Silberbergbaues blühte Döbeln wirtschaftlich auf. Doch leider ließen der Dreißigjährige Krieg und schwere Stadtbrände nur wenige Baudenkmale aus der Vorzeit unversehrt. Das 1872 erbaute Döbelner Theater wurde bei einem Brand um 1911 zwar schwer beschädigt, konnte aber nur ein Jahr später wieder eröffnet werden und wird heute vom Mittelsächsischen Theater bespielt. Das neue Rathaus im Neorenaissancestil wurde 1912 eingeweiht. Darin untergebracht sind der Original Döbelner Riesenstiefel und das Stadtmuseum. Kunstfreunde finden in der Kleinen Galerie des Stadtmuseums aktuelle Sonderausstellungen und im Sparkassenhaus Erich Heckel eine Dauerausstellung mit Werken von Erich Heckel, dem in Döbeln geborenen Maler und Grafiker des deutschen Expressionismus.

Seit Juni 2007 rollt in Döbeln wieder die historische Pferdebahn. Ausfahrten, welche jeden ersten Samstag im Monat zwischen Mai und Oktober und an den beiden Wochenenden zum Weihnachts-markt stattfinden, bieten die Gelegenheit, sich auf Schienen in gelassenem Tempo durch das lebendige Zentrum zu bewegen und garantieren ein unvergessliches Erlebnis. Das Deutsche Pferdebahnmuseum befasst sich mit der Geschichte der Pferdeeisen- und Pferdestraßenbahnen in aller Welt.

Für sportbegeisterte Gäste steht ein sehr gut ausgebautes Wander- und Radwanderwegenetz zur Verfügung, ideal geeignet für Ausflüge mit der Familie und für ausgedehnte Erkundungen in der Umgebung. 

Großweitzschen

Gemeindeamt © Gemeinde Großweitzschen
Auch für Naherholungssuchende und Touristen hat Großweitzschen jede Menge zu bieten. Die einmalige Landschaft um die Gemeinde lädt zu diversen Aktivitäten an der frischen Luft ein. Idyllisch im Muldental an der Klause gelegen besticht Großweitzschen mit seinem natürlichen Charme. Ob Rad fahren, wandern oder durch die Wälder spazieren - hier ist alles möglich, was entspannend ist. Auch das Bootfahren ist in Großweitzschen möglich, denn mit der Klause liegt ein Erholungsparadies der Extraklasse direkt vor der Haustür. So kann man paddeln, Kanu fahren oder mit der Familie die Wunder eines Feuchtbiotops entdecken, denn vor allem Kinder finden derartige Ausflüge toll.

Leisnig

Leisnig Panorama © K. Lange
Leisnig mit seinem mittelalterlichen Flair und breiter Kultur liegt im größten Obstanbaugebiet Sachsens. Bereits im Mittelalter wurden in den umliegenden Klostergärten erste Obstbäume, Gemüse- und Heilpflanzen kultiviert. Ein mildes Klima, ausgewogene Niederschläge und die fruchtbaren Böden der Flussauen begünstigten seit jeher den Obstanbau, dessen mehr als 800-jährige Tradition noch heute im „Obstland“ fortgeführt wird. Immer wieder gern werden die weitläufigen Plantagen, großen Lagerhallen und Keltereien besichtigt und die regionalen Produkte verkostet. 

In Leisnig hielt die Reformation schon sehr früh Einzug. In der Stadtkirche St. Matthäi predigte man bereits 1519 - nur zwei Jahre nach dem Thesenanschlag Luthers - nach den Lehren des Reformators. Geistlich wollte man sich nicht länger vom Kloster Buch verwalten lassen, außerdem galt es, sich der entlaufenen Mönche anzunehmen, ihnen ein Startkapital zur Verfügung zu stellen und sich weiteren sozialen Aufgaben zu widmen. Auf Gesuch der Bürger Leisnigs weilte Martin Luther 1522 sowie 1523 für mehrere Tage im Stadtgut. Es entstand die bekannte "Leisniger Kastenordnung", das älteste Sozialpapier der Welt. Zu sehen ist diese in der neuen Dauerausstellung, dem Lutherzimmer. Hier werden neben dem Wirken Luthers sowie den Auswirkungen der Reformationszeit in der Region auch die Entwicklung der Kirchenmusik näher beleuchtet.

Die sehenswerte Burg Mildenstein gehört zu den ältesten Burgen Sachsens und ist wahrscheinlich im 10. Jahrhundert errichtet worden. Bereits von Weitem erblickt man die wuchtigen Mauern, die sich seit 1000 Jahren über dem Tal der Freiberger Mulde erheben. Die familienfreundliche Dauerausstellung zur Burggeschichte spricht sowohl große als auch kleine Burgenfreunde an. Im benachbarten Stiefelmuseum ist der weltgrößte Stulpenstiefel zu bestaunen.
Das ehemalige Zisterzienserkloster in Klosterbuch lädt neben den beliebten regelmäßigen Bauernmärkten zu kulturellen Events und Ausstellungen ein.

Sermuth

Muldevereinigung © colditz.de
Sermuth besteht eigentlich aus drei Ortsteilen: Kleinsermuth, Großsermuth und Kötteritzsch.
Der Ort slawischen Ursprungs wurde als SERMUT erstmals 1286 erwähnt und wird heute von ca. 600 Menschen bewohnt. Der ehemalige Herrensitz Kötteritzsch wurde um 1900 als Neo-Renaissance-Schloss umgebaut und befindet sich derzeit erneut in der Restaurierung.

(Text und Bild: http://www.colditz.de/ot_sermuth/Ortsteil-Sermuth.html )