Industrie

Manufakturen der vorindustriellen Jahre, Fabrikpaläste aus der Gründerzeit und Produktionsbetriebe der Moderne - auch wenn die Produkte über viele Branchen verteilt waren, ihre Herstellungsorte lagen nah beieinander.
Zwar hat die wirtschaftliche Bedeutung dieses Sektors nachgelassen, aber die materiellen HInterlassenschaften prägen heute noch die Kulturlandschaft Sachsens.
In manchen dieser ehemaligen Produktionsstätten, Tagebauen und Bergwerken wird heute noch gearbeitet. Jedoch nicht mehr hinter verschlossenen Fabriktoren - so können Besucher die noch laufende Produktion beobachten. Andere Betriebsgebäude oder Bahnhöfe wurden nach der letzten Schicht unter Denkmalschutz gestellt und dienen heute als Museen.
Egal ob aus sicherer Entfernung in einem Museum oder mittendrin im Stollen - Spannende Schätze der Industriekultur findet man entlang des Mulderadwegs allemal.

Bergbaumuseum
Bergbaustollen
Industriekultur

Bergbaumuseum

Bergbaumuseum Museum Uranbergbau in Bad Schlema
3 kmzum Radweg

Museum Urantagebau © U. Zenker
Sie wollen mehr über die Geschichte unseres Ortes und die WISMUT erfahren? Besuchen Sie das Museum Uranbergbau im Kulturhaus „Aktivist“ und gehen Sie auf eine ganz besondere Entdeckungsreise.
Eröffnet wurde das Museum Uranbergbau am 22. Juli 1996 anlässlich des 8. Deutschen Bergmannstages in Schneeberg als Traditionsstätte des sächsisch-thüringischen Uranerzbergbaus.
Viele originale Anschauungsobjekte und zahlreiche Dokumentationen geben dem Besucher interessante Einblicke in die Arbeits- und Lebensbedingungen der Wismutkumpel. Eine interessante Radiumbad-Ausstellung dokumentiert zudem anschaulich die traditionsreiche und schicksalhafte Geschichte des Kurbades Schlema.
Ein Rundgang durch das gesamte Museum dauert etwa 1 Stunde. Mehrmals in der Woche finden Führungen statt.
 
Bergbaumuseum Stadt- und Bergbaumuseum in Freiberg
2,4 kmzum Radweg

Stadt- und Bergbaumuseum Freiberg © R. Jungnickel
Tauchen Sie bei einem Besuch im Stadt- & Bergbaumuseum, einem der ältesten Museen Sachsens, in die Freibergs Historie ein. In dem markanten spätgotischen Gebäude führen verschiedene Präsentationen durch die Welt des berühmten Freiberger Silbererzbergbaus. Neben „Meisterwerken bergbaulicher Kunst“ krönen kostbare Goldschmiedearbeiten und eine eindrucksvolle Sammlung von Altären und Skulpturen aus der Spätgotik die Dauerausstellung.
 

Bergbaustollen

Bergbaustollen Besucherbergwerk Freiberg in Freiberg
0,5 kmzum Radweg

Reche Zeche Freiberg © A. Funke
Auch wenn der aktive Bergbau in Freiberg 1969 eingestellt worden ist, die Bergbautradition und das damit verbundene Brauchtum sind hier tief verankert und noch heute erlebbar: Sei es bei einer der traditionellen Berg- und Hüttenparaden, bei der Hunderte uniformierte Bergleute durch die Straßen der Silberstadt ziehen oder bei einer Einfahrt in das Silberbergwerk „Reiche Zeche“. Durchqueren Sie wie ein Bergmann die engen Gänge in 150 Metern Tiefe!
Bergbaustollen Eibenstocker Bergbaulehrpfad in Eibenstock
1,5 kmzum Radweg

Eibenstocker Bergbaulehrpfad © TSC Eibenstock
Am Nordrand der Bergstadt, unweit der Badegärten Eibenstock, befindet sich der Eibenstocker Bergbau- und Seifenlehrpfad. Zahlreiche Schautafeln weisen entlang des schmalen Pfades auf die bedeutende Bergbauhistorie der ehemals "Kurfürstlich Freien Bergstadt Eibenstock" hin. Man entdeckt kleine rekonstruierte Anlagen bergmännischer Tätigkeit und sogar Relikte jahrhundertealten Bergbaus, wie Stollenmundlöcher, Lichtlöcher, Pochschalen und Griebenherde.
Bergbaustollen Prinzenhöhle in Hartenstein
0,05 kmzum Radweg

Prinzenhöhle © Stadt Hartenstein
Immer bergauf, am Forsthaus "Zur Prinzenhöhle" vorbei und über einen steinigen, aber gesicherten Pfad gelangt der Besucher an einen geschichtsträchtigen Ort mitten im Wald.
Die Prinzenhöhle, ca. 18 m lang, ist eine begehbare Höhle im nördlich von Hartenstein gelegenen Poppenwald. Vormals als Stollen von Bergleuten im Mittelalter in den Fels geschlagen, wurde 1455 Prinz Ernst von Sachsen während des Prinzenraubes darin gefangen gehalten.
Bergbaustollen Trau-Auf-Gott-Erbstollen in Lichtenberg
3 kmzum Radweg

Erbstollen © Gemeinde Lichtenberg
Wie im gesamten Erzgebirge, hat es auch in Lichtenberg bergbauliche Aktivitäten gegeben, die hier aber nicht sonderlich erfolgreich waren. Ein noch vorhandenes Zeugnis der Bergbauvergangenheit Lichtenbergs ist der Trau-auf-Gott-Erbstollen. Das Mundloch befindet sich innerhalb des an der Dorfstraße gelegenen Schutzgebäudes. Der Stollen ist auf etwa 300 Meter befahrbar.
Er ist für kleine Besuchergruppen als Schaubergwerk zugänglich. Anmeldungen zu einer ca. einstündigen Führung tätigen Sie bitte im Rathaus.
 
Bergbaustollen Wolkenburger Bergbaurevier in Limbach-Oberfrohna
0 kmzum Radweg

Wolkenburg Bergamtshaus © Wolkenburg Bergbauverein
Mit seiner 650-jährigen Geschichte ist das Wolkenburger Bergbaurevier ein bedeutendes Zeugnis der frühen Bergbautätigkeit in der Umgebung von Wolkenburg.
 
Auf einem gut ausgeschilderten Bergbaulehrpfad kann man bei einer Wanderung rund um den Ullersberg die Standorte von 26 ehemaligen Silbererzgruben besichtigen. Einen Einblick in die Welt unter Tage erhält man in den beiden von der Arbeitsgemeinschaft Altbergbau/Geologie Westsachsen e. V. liebevoll restaurierten Bergwerken "Seegen Gottes Erbstollen" zu Niederwinkel und "St.-Anna-Fundgrube" in Wolkenburg. Die St.-Anna-Fundgrube befindet sich in Wolkenburg gegenüber der ehemaligen Papierfabrik am Mulderadweg.
 
Im ehemaligen Bergamtshaus, dem heutigen Vereinshaus der Arbeitsgemeinschaft und Sitz des Vereins, Zur Papierfabrik 10, in Wolkenburg sind in einer kleinen Ausstellung zahlreiche Exponate zur Mineralogie, Geologie und Geschichte des Wolkenburger Bergbaureviers zu sehen.

Industriekultur

Industriekultur Amerika in Penig
2 kmzum Radweg

Wegweiser Amerika © Stadt Penig
Amerika ist der kleinste Ortsteil von Penig. Das ehemalige Fabrikgelände mit gewerblichen Neuansiedlungen, einem Bahnhofsgebäude, dem sog. „Beamtenhaus“ und einem Wohnblock um 1900 mit 48 einstigen Betriebswohnungen, einer Einkehrstätte „Amerikas Biergarten“ und einer Kleingartenanlage liegt ca. 3 km flussabwärts von Penig und 4 km von Rochsburg entfernt, auf Arnsdorfer Flur von Wald umgeben im schönen Tal der Zwickauer Mulde.
Industriekultur Bitterfelder Bogen in Bitterfeld
2,5 kmzum Radweg

Bitterfelder Bogen © Robert Doppelbauer
Den besten Überblick über Bitterfeld-Wolfen bietet der „Bitterfelder Bogen“, das Wahrzeichen der Stadt. Von der Aussichtsplattform der Stahlkonstruktion erschließt sich dem Betrachter eine einmalige Sicht auf Stadt und Umland.  Das 28 m hohe, 81 m lange und 14 m breite Kunstwerk erinnert an eine große Baggerschaufel aus dem Braunkohlebergbau und ist ganzjährig geöffnet.
 
Industriekultur Dampfmaschinenmuseum in Roßwein
0 kmzum Radweg

Dampfmaschinenverein Rosswein © E. Korth
Es ist Roßweins letzte Dampfmaschine. Einst trieb diese Dampfmaschine Webstühle an, welche zur Herstellung von Stoffen benötigt wurden.
Sie ist eine Einzelanfertigung und daher ein Unikat.
Diese Tandem-Verbundmaschine der Firma Hanomag Hannover wurde 1911 erbaut und brachte eine Leistung von 160 PS bei 130 U/min.
Der Dampfkessel wurde 1913 erbaut von der Firma Carl Sulzberger. Er ist noch im Originalzustand erhalten und handgenietet.
Das Ensemble aus Dampfmaschine und Dampfkessel besitzt Seltenheitswert und ist deutschlandweit einmalig.
Der Dampfmaschinenverein gründete sich 2006 mit dem Ziel, die Dampf-maschine zu erhalten und zu restaurieren.
Eine Besichtigung ist nach Rücksprache mit dem Verein möglich.
 
Industriekultur Döbelner Pferdestraßenbahn in Döbeln
0,5 kmzum Radweg

Döbelner Pferdestraßenbahn © K. Lange
Die alte Döbelner Pferdebahn war von 1892-1926 auf einer 2,5 km langen Strecke vom Hauptbahnhof zur Innenstadt als öffentliches Nahverkehrsmittel in Betrieb. Seit Juni 2007 kann man das nostalgische Fahrgefühl von einst mit der originalgetreu restaurierten Döbelner Pferdebahn, die in der Art einzigartig in Deutschland ist, auf einer ca. 1 km langen Schienentrasse in der Döbelner Innenstadt erleben.

Die Pferdestraßenbahn ist der Ursprung aller heutigen Nahverkehrsmittel. In Deutschland hat es Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts in über 90 Städten und weltweit sogar 1.700 Pferdestraßenbahnen gegeben. Eine komplexe museale Würdigung blieb ihr bis jetzt jedoch versagt. In einigen Straßenbahnmuseen wird das Thema Pferdestraßenbahn zwar behandelt, meist aber nur am Rande und auf lokale Gegebenheiten beschränkt. Wir haben ein Museum eingerichtet, in dem nur Bildmaterial und Ausstellungsstücke zum Thema Pferdestraßenbahn gezeigt wird. Auf 50 Schautafeln ist die wechselvolle und teilweise kuriose Geschichte der Pferdebahn in Döbeln, Deutschland und der Welt dargestellt.
Industriekultur Eisenbahnmuseum "Zum Prellbock" in Lunzenau
0,3 kmzum Radweg

Eisenbahnmuseum © Foto Henning
Lunzenau hat eine besondere Attraktion zu bieten: Das wahrscheinlich kleinste Eisenbahnmuseum Deutschlands „Zum Prellbock“. Das ehemalige Bahnwärterhäuschen aus dem benachbarten Obergräfenhain wurde in einer spektakulären Aktion umgesetzt und präsentiert jetzt wechselnde Ausstellungen verschiedenster Künstler und Sammler.

 
Industriekultur Göhrener Viadukt in Wechselburg
0 kmzum Radweg

Göhrener Brücke © G.Ladegast
Das Göhrener Viadukt gehört zu den imposantesten deutschen Brückenbauten aus der Frühzeit des Eisenbahnbaus.
Es verbindet den Wechselburger Ortsteil Göhren und den Lunzenauer Ortsteil Cossen miteinander. In einer Höhe von 68 m und in zwei Etagen überspannt sie heute die Zwickauer Mulde in einer Länge von 381 m. Die Grundsteinlegung erfolgt am 27. Mai 1869 und bereits zwei Jahre später die Fertigstellung. Zeitweise wurde an dem imposanten Bauwerk mit bis zu 5.000 Arbeitern und 340 Pferden gearbeitet. Bis zu der Sanierung in den Jahren 1982-86 betrug die ursprüngliche Länge sogar 512 m.
Heute führt die Bahnlinie Chemnitz-Leipzig über die Göhrener Brücke.
Industriekultur Hohe Esse in Halsbrücke
0,9 kmzum Radweg

Die hohe Esse ist ein Industrieschornstein, der im Jahr 1888 erbaut wurde. Mit seiner eindrucksvollen Höhe von 140 Metern war er einst die höchste Ziegelesse Europas.
Industriekultur Lichtpunkt Rothschönberger Stollen in Halsbrücke
0,2 kmzum Radweg

Bedeutend für den Gesamtbergbau der Region war die untertägig vorhandene Anlage des Rothschönberger Stollens als Hauptentwässerung des Freiberger Bergbaureviers, welcher mit einer Gesamtlänge von 13,6 Kilometern Halsbrücke unterquert. Zeugnis geben zahlreiche Lichtlöcher und Bergbauresthalden.
Industriekultur Museumsbahnhof Großvoigtsberg in Großschirma
2 kmzum Radweg

Museumsbahnhof Großvoigtsberg © Gemeinde Großschirma
Der Bahnhof im Ortsteil Großvoigtsberg wurde von einem Verein erworben und wird auch von diesem unterhalten und betrieben. Zu einigen Festtagen im Jahr wie Ostern, Pfingsten oder in der Adventszeit finden in Zusammenarbeit mit der „Interessengemeinschaft Dampflokfreunde“ in Nossen Sonderfahrten statt, die stets gut ausgebucht sind und unter anderem den Museumsbahnhof anfahren.
 
Industriekultur Sagenhafte „Zinngraupe“ in Eibenstock
0,1 kmzum Radweg

Zinngraupe Eibenstock © TSC Eibenstock
Auf dem unteren Markt der Stadt Eibenstock, unmittelbar neben dem Märchenpark, befindet sich eine begehbare, überdimensionierte Zinngraupe. Als gestalterisches Element des Marktplatzes soll die Skulptur zum einen an die Bergbaugeschichte der Stadt Eibenstock mit ihren reichen Zinnvorkommen erinnern. Zum anderen erwartet die Besucher im Inneren der Zinngraupe eine Erzählstimme. Über eine automatische Audioanlage sind sieben Sagen aus Eibenstock und der unmittelbaren Umgebung zu hören; u.a. die Sage vom Adlerfelsen, vom Hammerwerk in Blauenthal oder dem grauen Mann vom Auersberg.
Industriekultur Technisches Museum Eisenhammer in Dorfchemnitz
2,0 kmzum Radweg

Eisenhammer © Gemeinde Dorfchemnitz
Der Eisenhammer ist ein historisches Hammerwerk in Dorfchemnitz und stellt ein bedeutendes Sachzeugnis der frühen industriellen Entwicklung im Erzgebirge dar.
Heute sind in ganz Sachsen neben dem Eisenhammer Dorfchemnitz nur noch drei weitere Hammerwerke funktionsfähig erhalten.
Die Geschichte des Eisenhammers Dorfchemnitz ist eng mit dem Eisenerzbergbau in Dorfchemnitz/Wolfsgrund verbunden.
Ab 1492 wurde hier Eisenerz abgebaut.
In Wolfsgrund im Übertageabbau und Dorfchemnitz an ca. 20 Stellen untertage.
Bergbauliche Spuren (Pingen, Hirschteich) sind heute noch in Wolfsgrund zu finden.
Das Eisenerz (Blaugrauer Magneteisenstein) wurde im Eisenhammer in einem sogenannten Renofen geschmolzen und mit den Hämmern weiterverarbeitet.
 
Einen ersten Nachweis für die Existenz eines Hammerwerkes im Ort gibt es aus dem Jahr 1495.

Seit 1969 kann der Eisenhammer Dorfchemnitz als Technisches Museum besichtigt werden.
 
Mit der vollständig funktionsfähigen Anlage, bestehend aus zwei Wasserädern, zwei Schwanzhämmern, einem Blasebalg zum Anfachen der Schmiedefeuer im Zusammenhang mit unserem reichen Bestand an originalem Werkzeug können die Besucher die historischen Arbeitsweisen der damaligen Hammerschmiede erleben.
 
Neben dem Hammerwerk lohnt sich ein Blick in die Heimatstube und die Stuhlfabrik mit originalem Maschinenbestand und Transmissionsantrieb, sowie einer Dauerausstellung „Bergmännisches Geleucht“.
Industriekultur Wasserturm in Großschirma
3 kmzum Radweg

Wasserturm Siebenlehn © Gemeinde Großschirma
Der Siebenlehner Wasserturm wurde vor mehr als 100 Jahren errichtet und diente der Wasserversorgung des Stadtgebietes. Nachdem er für diese Zwecke nicht mehr benötigt wurde haben sich ein paar engagierte Einwohner des Bauwerks angenommen, einen Verein gegründet und das Objekt liebevoll restauriert. Bereits von weitem grüßt er die Vorbeifahrenden und die Gäste des Ortes.