Handwerk

Wie erhält man einen besseren Einblick in das historische Handwerk als in originalen Handwerkshäusern,  die liebevoll restauriert und teilweise zeitgetreu eingerichtet sind ?
Museen und Ausstellungen lassen das einstige Leben und die ehemalige Arbeitswelt zum Leben erwachen und auch nach einer Führung mit anschließender Bier- oder Saftverkostung kommt jeder auf seinen Geschmack.
Entlang des Radweges findet man außerdem so manchen alten Kulturschatz - die Rede ist von bis zu 500 Jahre alten Mühlen, in welchen altertümliche Technik und Tradition aktiv miterlebt werden kann.

Historisches Handwerk
Mühlen

Historisches Handwerk

Historisches Handwerk Bürsten- und Heimatmuseum in Schönheide
ca. 5 kmzum Radweg

Bürstenmuseum © Gemeinde Schönheide
Schönheide, als Heimatort des „Bürstenmannes“  weit über die Grenzen Sachsens hinaus bekannt geworden, kann ein ganz besonderes Kleinod vorweisen.
Das Bürsten- und Heimatmuseum hat seinen Sitz in einem sehr schön restaurierten Fachwerkhaus, der ehemaligen „Alten Pfarre“ direkt neben der Martin-Luther-Kirche.
Das Haus selbst, 1651 als Schule gebaut und 25 Jahre später zum Pfarrhaus erweiter, gehört zu den ältesten Gebäuden des Ortes.
Liebevoll zusammengestellt werden im Museum Sammlungen historischer Bürsten, Besen und Pinsel präsentiert. Dokumente über die Entwicklung der regionalen Bürsten- und Pinselherstellung sind ebenso zu besichtigen wie auch Unterlagen zur Geschichte des örtlichen Handwerks und der Eisenindustrie. Umfangreiche Sammlungen von heimatgeschichtlichen Sachzeugen sind zum Teil zur musealen Wohnküche mit Bürsten-Heimarbeitsplatz, zu Laden und Werkstatt zusammengestellt.
Zahlreiche Ausstellungsstücke, unter ihnen wertvolle Unikate wie Gründungsurkunden, Fahnen, gusseiserne Öfen und eine um 1830 entstandene Weihnachtspyramide, verschaffen dem Besucher einen Überblick über die Ortsgeschichte von Schönheide.
Auf dem vielfältigen Programm des Heimatgeschichtsvereins, welcher für das Museum verantwortlich zeichnet, stehen Demonstrationen handwerklicher und industrieller Bürstenfertigung, zahlreiche sehenswerte Sonderausstellungen und auch die bereits traditionelle, jährlich am 1. Advent beginnende Weihnachtsschau.
Historisches Handwerk Historischer Hochofen in Muldenhammer
3 kmzum Radweg

Hochofen © R. Weisflog
Die Sehenswürdigkeit befindet sich im Ortsteil Morgenröthe-Rautenkranz.

Seit Anfang des 20. Jahrhunderts gehörte Morgenröthe-Rautenkranz zu einem der wenigen Orte, in denen eiserne Glocken gegossen wurden, die den Bronzeglocken in Klang und Qualität nichts nachstehen. Allein über 9.000 Kirchenglocken wurden gefertigt. Bei einem Besuch des historischen Hochofens können Urlauber diese längst vergangenen Tage nachempfinden. Die berühmteste Glocke wurde für das Urwaldhospital in Lambarene gegossen. Anlässlich des 100-jährigen Gründungsjubiläums von Lambarene wurde in der Kirche in Rautenkranz eine Sonderausstellung gestaltet.
Historisches Handwerk Kellerberge in Penig
0,5 kmzum Radweg

Kellerberge – ein Labyrinth von 2000 Metern Länge: Auf vielen Häusern der Stadt Penig lag vor Hunderten von Jahren ein Privileg, die Brauberechtigung. Bereits 1440 ließ die
Kirche eine Braupfanne aufstellen. Um das Bier lagerfähig und andere Lebensmittel haltbar zu machen, begann man nachweislich 1511 am nördlichen Stadtrand, zwischen Uhlandstraße und Leipziger Straße, ein gangartiges Kellersystem in den Gneis-Glimmerschiefer zu hauen. Der Bau wurde um 1560 vollendet. Bei ganzjährig gleichbleibenden Temperaturen von 8 bis 10° Celsius in den unterirdischen Hohlräumen konnte das Bier vor dem Verderb bewahrt werden. Die von den Gebrüdern Wolff und Peter Rodten erbauten Kellerberge stellen noch heute ein Labyrinth von 2000 Metern Länge dar und sind in ihrer Art einzigartig.
 
Historisches Handwerk Museum Wassermühle Höfgen in Grimma
0 kmzum Radweg

Museum Wassermühle © S. Dittrich
Im historischen Ortskern des idyllischen Dorfes Höfgen bei Grimma finden Sie die "Wassermühle", eine technische Schauanlage mit musealer Ausstellung und das dazugehörige historische Gasthaus "Zur Wassermühle". Die Wassermühle wurde 1721 erstmalig urkundlich erwähnt. Bis 1954 war sie als Getreidemühle in Benutzung.

Die Mühlentechnik wird durch ein oberschlächtiges Wasserrad angetrieben, bei dem das notwendige Wasser über ein Gerinne von oben zugeführt wird. Dieser Mühlenantrieb ist eine Erfindung des späten Mittelalters und in Deutschland erst seit dem 14. Jahrhundert nachweisbar. Durch Zahnräder, Wellen und Riemen erfolgt die Kraftübertragung auf die Mahlwerke. Ende des 19. Jh. wurde die Technik u. a. durch eine Transmission, einen Walzenstuhl und Elevatoren ergänzt.

Seit 1976 ist die Mühle als Museum der Öffentlichkeit zugänglich. Sie vermittelt auf anschauliche Art und Weise einen Einblick in die funktionsfähige Mahltechnik und die damaligen Arbeits- und Lebensbedingungen der Müllersleute. In vier ehemaligen Wohn- und Wirtschaftsräumen sieht der Besucher eine mit historischen Möbeln eingerichtete Müllerwohnung. Nicht authentisch ausgestattet, sondern nachempfunden, birgt diese Ausstellung Schätze verschiedenster Herkunft.
Historisches Handwerk Sächsisches Brauereimuseum in Rechenberg-Bienenmühle
0,1 kmzum Radweg

Sudhaus 2 © Sächsisches Brauereimuseum
Führungen:
Di – Fr 11:00 und 14:00 Uhr
Sa, So + feiertags 11:00, 13:00 + 15:00 Uhr
 
Anno 1558 übertrug Caspar IV. von Schönberg das Braurecht auf das Rittergut Rechenberg und heute die  Privatbrauerei  Rechenberg eine der ältesten produzierenden Brauereien Sachsens.
 
Eindrucksvoll stellt das Sächsische Brauereimuseum Rechenberg die 450-jährige Geschichte der Brauerei und den gesamten Prozess der traditionellen Bierherstellung dar. Der vollständige Erhalt der historisch wertvollen Gebäudesubstanz, angefangen vom Sudhaus anno 1780 bis hin zu den unterirdischen Gewölbekellern in Einheit mit der kompletten und voll funktionsfähigen Brautechnik, ist weithin einmalig.
 
Historisches Handwerk Steinbackofen am Spirituosenmuseum in Bockau
2,5 kmzum Radweg

Backofenfeuerung © Gemeinde Bockau
Ein Brot aus einem Holzbackofen ist geschmacklich viel intensiver und besitzt eine stärkere Kruste als aus einem modernen Backofen. Dies beruht darauf, dass der Back- und Feuerraum eins sind, d. h. es wird ein Holzfeuer entfacht, welches nach Erreichen der notwendigen Hitze ausgeräumt wird. Danach werden die Brotlaibe auf diese Fläche geschoben. Das Brot nimmt somit den Geschmack und den Geruch des Holzfeuers an.
Sollten wir Ihnen Appetit gemacht haben, dann kommen Sie zur nächsten Back-Veranstaltung an die Wurzelstube der Erzgebirgischen Liqueurmanufaktur Bockau.
Historisches Handwerk Stickereimuseum in Eibenstock
0,3 kmzum Radweg

Stickereimuseum Eibenstock © H. Schreiner
Im Stickereimuseum Eibenstock erfahren Sie Wissenswertes und Interessantes über die Entwicklung der Eibenstocker Stickereiindustrie. Tauchen Sie ein in die filigrane Welt der Tambourierkunst und bestaunen Sie die Fertigungskunst vergangener Epochen. Unternehmen Sie eine Zeitreise in die Vergangenheit und erleben Sie, wie die Kunstwerke vom Entwurf bis zur fertigen Stickerei entstanden. Besonderes Highlight sind die Vorführungen der historischen Stickmaschinen. Die hohe sächsische Maschinenbaukunst lässt jedes „Maschinenbauerherz“ höher schlagen. Begeben Sie sich zudem auf eine Zeitreise durch die Geschichte der Bergstadt Eibenstock. Sie erfahren Wissenswertes über die Besiedlung, das Aufblühen des Zinn- und Eisenerzbergbaues, über das Handwerk vergangener Zeiten sowie die Erzgebirgische Volkskunst. Als ständige Ausstellung ist die einzigartige "Trumpold'sche Sammlung" mit ca. 15.000 Einzelfiguren erzgebirgischer Volkskunst zu sehen.
Historisches Handwerk Traditionsmosterei Heide in Großschirma
3 kmzum Radweg

Traditionsmosterei Heide © Gemeinde Großschirma
Die Mosterei „Kurt Heide“ keltert seit mehreren Generationen einheimisches Obst zu schmackhaften Säften und ist über den Ort hinaus bekannt. Traditionelle Saftherstellung einerseits und die Kreation von neuen Trink-Produkten sind eines der Markenzeichen dieses Unternehmens.

Mühle

Mühle Bergschiffmühle in Bad Düben
0,5 kmzum Radweg

Bergschiffmühle © H. Nyari
Am Fuß der Burg Düben im ehemaligen Wallgraben liegt die Bergschiffmühle. Seit dem 17. Jahrhundert betrieben, durch Brände und Hochwasser oft beschädigt und immer wieder repariert und erneuert, war sie die letzte Schiffmühle Deutschlands. Bis 1956 klapperte die Mühle auf der rauschenden Mulde, bevor sie in den 60er Jahren in den Burggarten umgesetzt wurde. Seit dem 10. Deutschen Mühlentag am 9. Juni 2003 ist sie nach ihrer Rekonstruktion im Originalzustand von 1905 zu sehen.
Mühle Bockwindmühle in Bad Düben
1,5 kmzum Radweg

Bockwindmühle © adhoc
Sie sieht aus wie neu, hat aber schon ein beachtliches Alter: 1840 wurde die Dübener Windmühle nördlich von Leipzig erbaut. Bockwindmühlen waren von einfacher Bauweise und konnten bei Bedarf versetzt werden. Annähernd 70 Prozent der historischen Windmühle wurden bei ihrer Rekonstruktion und Wiedererrichtung wieder verwendet. Die Mühlentechnik ist sogar vollständig erhalten und funktionstüchtig. Der Verein Museumsdorf Dübener Heide hat mit Unterstützung von öffentlichen und privaten Geldgebern der Mühle in Bad Düben eine neue Zukunft gegeben. Schon von Weitem begrüßt die ungewöhliche Windmühle ihre Gäste, was nicht nur Fahrradfahrer zu einer willkommenen Rast ermutert. Eine besichtigung beweist, was hochwertiges Mühlen-Handwerk leisten kann.
Mühle Geoportal Schaddelmühle in Grimma
0 kmzum Radweg

Schaddelmühle © K. Lange
Das kleine Dorf Schaddel liegt idyllisch am Fluss Mulde nahe der Stadt Grimma. Anfang der 1970er Jahre siedelten sich in der alten Wassermühle des Ortes Künstlerkollegen an. Sie gründeten das Kollegium bildender Künstler „Schaddelmühle“ und errichteten Ateliers und Werkstätten, die eine sehr vielfältige Arbeit und Produktion von Unikaten aber auch von seriellen Keramiken ermöglichten.
Heute informiert die ehemalige Mühle als Geoportal „Erden der Keramik“ über die reiche Geschichte der keramischen Industrie und des keramischen Handwerks und organisiert für Künstler und Interessierte Workshops und Keramikkurse unter professioneller Begleitung.
Das Trafohäuschen am Eingang zur Schaddelmühle wurde als Info-Punkt zum Geopark „Porphyrland. Steinreich in Sachsen“ ausgebaut. Hier erhält der Besucher allgemeine Informationen zum Geopark Porphyrland mit seinen Themen, Erklärungen zur Genese der Tone und des Kaolins aus den kristallinen Porphyren sowie eine Vorstellung zu historischen Belegen der industriellen Keramikproduktion unserer Heimat.
Mühle Museum Schiffsmühle Höfgen in Grimma
0 kmzum Radweg

Schiffsmühle © S. Dittrich
Forschungsobjekt und technisches Museum auf der Mulde in Höfgen. Die Schiffmühle auf der Mulde bei Höfgen wird von der Denkmalschmiede Höfgen betrieben.
Hier finden ganzjährig Führungen, Tagesprojekte (Anmeldung erforderlich), Besichtigung und Fachvorführungen statt. Pauschalangebote für Bildungsträger und Reisegruppen sind ebenfalls möglich.
Seit 1992 funktioniert die Anlage, die äußerlich der historischen Schiffmühle nachempfunden wurde, als Pilotprojekt für die Wasserversorgung der Anlagen im Jutta-Park.
 
Mühle Obermühle in Bad Düben
1,5 kmzum Radweg

Obermühle © adhoc
Die historische Wassermühle, unmittelbar am Kurpark gelegen, wurde 1434 erstmalig urkundlich erwähnt. Ihr Wasserrad hat einst nicht nur den Mahlgang, sondern auch eine Ölmühle, Walkmühle und den Schneidegang angetrieben. Über 500 Jahre konnte die einstige "obyrmol" ihre Müller ernähren, bis sie Ende der 1940er Jahre stillgelegt wurde. Heute nutzt und betreibt der der Verein Museumsdorf Dübener Heide den grünen Mühlenhof. Das bäuerlich anmutende Gelände mit Garten, Feldscheune und alter landwirtschaftlicher Technik lässt das einstige Leben inmitten von Fachwerkbauten wieder erwachen. Ein Backofen nach historischem Vorbild liefert köstliches Brot, das man unbedingt probieren sollte.
Mühle Uhlig-Mühle in Mülsen
3,0 kmzum Radweg

Uhlig-Mühle © Tourismusregion Zwickau e.V.
Am Standort der Mühle befand sich schon im 14. Jahrhundert ein „Pochwerk“ - eine Steinmühle, in der Eisenerz zerkleinert wurde. Später wurde hier eine Papiermühle betrieben, die Anfang 1864 Opfer der Flammen wurde. Im gleichen Jahr wurde das Gebäude in seiner jetzigen Form als Getreidemühle erbaut und ist seitdem in Familienbesitz. Die vollständig erhaltene Mühlentechnik kann nach Voranmeldung besichtigt werden. Im Erdgeschoss befindet sich ein Naturkostladen, in dem man regionale Köstlichkeiten erwerben kann.