Geistliches

Seit bereits 1000 Jahren wird dem christlichen Glauben in Sachsen durch den Bau wunderschöner Dome, Kirchen und Klöster Ausdruck verliehen. Die Kirchen entlang des Mulderadwegs sind mit einer Vielfalt an architektonischen Stilen gesegnet und bilden ein sehenswertes Äquivalent zur malerischen Natur.
Besonders empfehlenswert ist es, dem Klang der Silbermann-Orgel im Freiberger Dom zu lauschen oder die größte Bilderdecke Deutschlands in der Kirche Löbnitz zu bewundern.


Dom
Kirche und Kloster

Dom

Dom Dom "St. Marien" in Wurzen
1,0 kmzum Radweg

Dom St. Marien © Siesing
1114 wurde der Dom zu Ehren der Jungfrau Maria geweiht. 1260 erfolgte die Erweiterung des Ostchores. Nach Einführung der Reformation wurden ab 1542 im Dom evangelische Gottesdienste gehalten. In dieser Zeit wurde die Innenausstattung umgestaltet. Auf der Nord- und Südseite wurden 1555 und 1593 Emporen eingebaut, die aber später wieder entfernt wurden. 1817 erfolgte eine erneute Umgestaltung im Stil der Neugotik. Der jetzige Eindruck ist geprägt durch die expressionistischen Bronzearbeiten von Georg Wrba, 1931/32. An der Westseite des Langhauses die Jehmlich-Orgel von 1931/32.

Das älteste Vorgängerinstrument in St.Marien ist 1503 nachweisbar. Weitere Instrumente in unterschiedlicher Größe sind belegt, bis 1931/32 im Zusammenhang mit der historisierenden Neugestaltung des Innenraums die Firma Gebr.Jehmlich, Dresden, eine neue Orgel mit elektropneumatischer Steuerung und fahrbarem Spieltisch baute. III/44. Der Freipfeifenprospekt entspricht ganz dem Konzept der neuen Innenraumgestaltung. 1998 - 2001/2007 erfolgte eine  Generalinstandsetzung durch die Firma Christian Reinhold, Bernsdorf. Dabei wurde die Disposition zum Teil geändert, bzw. erweitert. Die Orgel hat z.Z. auf drei Manualen 48 Register und 7 Transmissionen/Auszüge.
 
Dom Freiberger Dom St. Marien in Freiberg
2,5 kmzum Radweg

Kirche und Museum Freiberg © A. Klich
Silber spielt in der Musik eine große Rolle – zumindest wenn es um die weltberühmten Gottfried-Silbermann-Orgeln geht. Mit ihrem einzigartigen Klang locken Sie nicht nur Musikfreunde, sondern auch Organisten aus der ganzen Welt nach Freiberg. Im Dom St. Marien erklingen Sie zu Führungen, Gottesdiensten und Konzerten. Goldene Pforte, Tulpenkanzel, Triumpfkreuzgruppe und die Grabstätte der Wettiner machen die spätgotische Hallenkirche zu einem Kulturdenkmal von europäischem Rang.
 

Kirche und Kloster

Kirche und Kloster Basilika in Wechselburg
0,1 kmzum Radweg

Basilika © M.Lippmann
Die romanische Basilika „Heilig Kreuz“ aus dem 12. Jahrhundert zählt zu den bedeutendsten aus Rochlitzer Porphyr gestalteten Gebäuden. Baubeginn war um das Jahr 1160; 1168 wurde der östliche Teil der Kirche geweiht. Wahrscheinlich wurde die Kirche um 1180 vollendet, das Kloster etwas später.
Zu der einzigartigen Besonderheit der Kirche gehört der Lettner, eine Trennwand zwischen dem Gemeinde- und dem Chorraum. Dieser Lettner wurde erst nachträglich - wohl um das Jahr 1230/35 - in die Kirche eingebaut. Die Kreuzigungsgruppe mit Maria und Johannes unter dem Kreuz ist das markante Kennzeichen der Kirche.
Seit 1993 beherbergen die Räume neben der alten romanischen Basilika ein Benediktinerkloster, das vom bayerischen Kloster Ettal aus gegründet wurde. 
Kirche und Kloster Ev. Kirche St. Nikolai in Bad Düben
0,4 kmzum Radweg

Kirche St. Nicolai © Touristinformation Bad Düben
Schon von weitem ist der 63 Meter hohe Kirchturm von St. Nikolai zu sehen. Die Kirche wurde gegen Ende des 12. Jahrhunderts als Sitz eines Erzpriesters des Bistums Meißen errichtet. Trotz mehrfacher Umbauten blieb sie im Kern romanisch. Im Jahre 1661 brannte die Kirche aus, erhalten blieb der Turm mit Glocken (älteste heute noch vorhandene aus dem 14.Jh.). Um 1816/17erfolgte der Umbau des Kirchenschiffs mit klassizistische Ausgestaltung des Saals durch Carlo Ignacio Pozzi aus Dessau. In reformatorischer Tradition und im Sinne der Aufklärung des Klassizismus bilden seither Altar, Kanzel und Orgel (Sakrament, Wort und Musik) das Zentrum, um welches sich die Gemeinde versammelt, die Ostung wurde somit aufgegeben.
1887erfolgte eine Erhöhung und Umgestaltung des oktogonalen Obergeschosses des Turmes der bis 1904 bewohnten Türmerwohnung. Die Kirche beherbergt 2 Figuren vom Barocken Hochaltar, stammend E. 17. Jh. A. 18. Jh., im oberen Kanzelbereich stehend:  Mose und Christus, der Salvator;  Kanzel und Altar von 1816/17, einen im Kirchsaal stehenden Taufstein von 1907, ein seltenes Altarbild: Frau am Jakobsbrunnen aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts.
1907 erfolgte der Einbau der 6. Orgel in der Geschichte der Stadtkirche durch Orgelbauanstalt Wilhelm Rühlmann (Zörbig) in Vorgängergehäuse der Orgel von 1819 (Johann Carl Friedrich Lochmann). Nach völliger Unspielbarkeit durch Wasserschaden bei Bauarbeiten in den 90er Jahren erfolgte 2008 die komplette Restaurierung und Rückführung in den Originalzustand von 1907 durch Orgelbaufirma Christian Scheffler Sieversdorf.
Kirche und Kloster Evangelische Kirche in Löbnitz
1,5 kmzum Radweg

Kirche © Gemeinde Löbnitz
Die über 700 Jahre alte Dorfkirche verfügt über eine eindrucksvolle Geschichte und beherbergt bedeutende sakrale Relikte aus unterschiedlichen Epochen. Hierzu gehören eine Vielzahl von Epithapien, einem ca. 400jährigen Flügelaltar und einer in Mitteldeutschland einzigartigen Bilderbibeldecke (Biblia pauperum 1691).  Als romanische dreischiffige Bachsteinbasilika findet die Löbnitzer Kirche im Jahre 1183 das erste Mal Erwähnung. Der Altar wurde 1629 von Georg Eckhard aus Freiberg erbaut und 1973 - 1980 von W. Pitzschler und P. Dietrich aus Crimmitzschau restauriert.
Ein erster Umbau der Kirche begann 1688 Umbau zur Saalkirche. Umfangreiche Sanierungen / Renovierungen fanden in den Jahren 1930 und 1972 statt. Seit dem Jahr 2012 erstrahlt die kulturhistorisch wertvolle Bilderdecke im neuen Glanz. Sie ist die größte Renaissance-Holzkasettendecke Mitteldeutschlands mit Bilderdarstellungen.
Im Inneren der Kirche befindet sich eine reichhaltige Ausstattung: Patronatsloge mit Säulenkapitell von 1586, Altar aus dem Jahr 1629, Taufstein von 1603, Kanzel aus dem 18.Jh., zahlreiche Epitaphien, zumeist für Angehörige derer von Schönfeldt, die 567 Jahre in Löbnitz ansässig waren. Abendmahlsrelief (1932) vom aus Löbnitz stammenden Bildhauer Otto Richter.

In der Kirche Löbnitz befindet sich die größte und umfangreichste Bilderdecke in Deutschland, 1691 vom Delitzscher Maler Christian Schilling gestaltet wurde. Sie setzt sich aus 250 einzelnen Kassettenfelder zusammen. 82 Felder sind mit floralen Motiven und 168 biblischen Bildern (36 aus dem Alten und 78 aus dem Neuen Testament) verziert. Weiterhin sind Einzelpersonen, wie die 16 Schriftpropheten, den 12 Aposteln und 4 Evangelisten sowie Moses, Jesus, Luther und Melanchthon in den Feldern abgebildet. Den Abschluss bilden 18 Bilder, die Engel darstellen.
Kirche und Kloster Frauenkirche in Grimma
0,2 kmzum Radweg

Frauenkirche © Siesing
Die Frauenkirche Grimma ist eine frühgotische dreischiffige Pfeilerbasilika. Der romanische Westturm (Ende 12. Jahrhundert) prägt mit den beiden markanten Türmen das Bild der Stadt. Als bedeudenstes Kunstwerk beherbergt die Kirche einen spätgotischen Schnitzaltar vom "Meister des Knauthainer Altars", der die Weihnachtsgeschichte erzählt.
Die Frauenkirche Grimma begerbergt eine Hermann Eule-Orgel.
Hermann Eule (1846 - 1929) gründete 1872 den heute noch erfolgreichen Orgelbaubetrieb in Bautzen. 1928 baute die Frima Eule die 1890 von der Firma  Jehmlich, Dresden, für die Grimmaer Frauenkirche gebaute Orgel mit 25 Registern grundlegend um. Mit pneumatischer Traktur und Taschenladen wird die Orgel als Opus 167 im Herstellungsverzeichnis der Firma Eule geführt. Unter Taschenladen versteht der Orgelbauer ein spezielles pneumatische Windladensystem.  2005 wurde das Schwellwerk um das Register Oboe 8' aus der nicht mehr erhaltenen Eule-Orgel der Maria-und Marha-Kirche Bautzen erweitert. II/30. Die Orgel erklingt immer wieder in beeindruckender Weise im Gottesdienst und in Konzerten. 
Kirche und Kloster Grunaer Radfahrerkirche in Laußig
0 km zum Radweg

Kirche in Gruna © R. Nauditt
Die Kirche liegt im Laußiger Ortsteil Gruna

Als Nikolaikirche bezeichnet wird sie 1715 auf den Resten einer Vorgängerkirche neu erbaut. Der Kirchturm ist ein quadratischer Bau mit einer Laterne auf dem Zwiebeldach, der oben in einen achteckigen Teil übergeht. Oft von Hochwassern betroffen und 1945 von Granaten beschädigt, verfiel die Kirche immer mehr. Ende der 1980er Jahre fanden erste Bemühungen statt die Kirche zu retten. Allerdings wurde sie erst nach dem Muldehochwasser 2002 wieder komplett restauriert. Mittlerweile ist die Kirche in Gruna eine von zwei Radfahrerkirchen am Mulderadweg.
Bei Sanierungsarbeiten 2003 wurden Grabplatten der hier ansässigen einflussreichen Adelsfamilie “von Spiegel” geborgen, welche Kontakt mit Luther pflegte und sich mit für die Umsetzung der Reformation einsetzte.
 
Kirche und Kloster Kirche Moldava in Moldava
0,05 kmzum Radweg

Kirche Moldava © A.Klich
Es ist nicht bekannt, wann genau der Grundstein der Kirche in Moldava gelegt wurde. Jedoch wurde sie mehrfach umgebaut. Sehenswert ist, neben der fantastischen Aussicht, die Sie von hier ins böhmische Erzgebirge genießen, der angrenzende Friedhof. Nutzen Sie den Moment, um Luft für den bevorstehenden, letzten steilen Abschnitt zu holen, den Sie erklimmen müssen, um die Muldequelle zu erreichen.
Kirche und Kloster Kirche Nassau mit Silbermannorgel in Frauenstein
3 kmzum Radweg

Nassau Silbermann Orgel © Foto Böhme Frauenstein
Die Dorfkirche in Nassau brannte am 1. November 1526, am Abend Allerheiligen, komplett ab. Sie wurde schnell an gleicher Stelle und der heutigen äußeren Form wieder aufgebaut und 1527 geweiht. Der Ostteil ist in den Berg hinein gebaut. Strebepfeiler verstärken das Mauerwerk des Chores. Die Kirche ist einschiffig und hat eine flache Holzdecke. Doppel-geschossige Emporen umgeben das Schiff von allen Seiten. Zwischen 1855 und 1858 kam es zu Um- und Reparaturbauten. Die Kanzel, die sich in der Ecke der Sakristei befunden hatte, wurde in den Kanzelaltar eingebaut. Bei diesen Renovierungen gingen Kanzeldeckel, Schnitzwerk und Altarbilder verloren. Über dem Altarplatz schwebt ein Taufengel. Er wurde 1729 von einem Freiberger Meister geschaffen. Bei Taufen wurde der Engel herabgelassen, und in dem Kranz, den er in der Hand hält, wurde die Taufschale untergebracht. Seit 1816 wird der Taufengel nicht mehr benutzt, da in diesem Jahr ein Taufstein angeschafft wurde.
 
Drei wertvolle Bronzeglocken hängen am Dachreiter.
Alle Glocken sind vor dem Einschmelzen in den Weltkriegen verschont geblieben.
Die größte Kostbarkeit der Dorfkirche stellt die Orgel dar. Sie ist die 48. und letzte Orgel, an der Gottfried Silbermann selbst die gesamte Arbeit leitete.
Durch Kriegszeiten bedingt, zog sich der Bau dieses Instruments von 1746 bis 1748 hin. 740 Taler wurden für das fertige Werk bezahlt. Die Orgel hat 1110 Pfeifen, die in 19 Registern zusammengefasst sind. Sie bestehen teils aus englischem Zinn, teils aus Holz. Eine Schiebekoppel ermöglicht das Zusammenspiel von unterem und oberem Manual. Das Pedal hat zwei Register, den Sub- und den Posaunenbass. Die Orgel steht noch immer im Chorton, d.h. sie klingt etwa 7/8 Ton höher als die jetzt gebräuchliche Stimmung. Das Instrument füllt die Höhe der Chorempore aus, als Schlussverzierung trägt sie das Silbermannmonogramm.
1928 erhielt die Orgel einen Elektroventilator.
Fachleute bescheinigen der Orgel eine ausgezeichnete Beschaffenheit. Sie wurde 1998 zum 250-jährigen
Bestehen durch die Fa. Jehmlich restauriert.
Das Gebäude erhielt 1928 eine elektrische Beleuchtung, Kronleuchter aus böhmischen Kristall und Heizung. Im Jahre 1975 wurde der kirchliche Innenraum restauriert. Dabei wurde das geschnitzte Rankenwerk am Orgelprospekt mit Blattgold aufgefrischt. Kanzelaltar und Taufengel warten noch auf eine Restaurierung. Im Sommer finden Gottesdienste in der Kirche statt, auch die Katholiken haben dann hier eine Heimstätte. Orgelkonzerte erfreuen sich in der Saison eines guten Zulaufs. Festgottesdienste werden von Kantorei und Posaunenchor kirchenmusikalisch bereichert. So erklingt aus dem schlichten Dorfkirchenraum immer wieder das SOLI DEO GLORIA.

Die Kirche befindet sich im Ortsteil Nassau.
 
Kirche und Kloster Kirche St. Marien in Eilenburg
1,8 kmzum Radweg

St. Marien © SV Eilenburg
Bereits um 940 entstand an dieser Stelle, vor den Toren zum Burgward, die erste Marienkapelle. Der Ausbau zu einer dreischiffigen spätgotischen Hallenkirche erfolgte ab 1516 und endete auf dem Höhepunkt der Reformation 1522. Bei seinen zahlreichen Aufenthalten predigte Martin Luther nachweislich mehrfach - 1522, 1536 und 1545 - hier. Die Innenausstattung der Kirche stammt überwiegend aus der ersten Hälfte des 17. Jh. Erlebenswert ist auch die historisch wertvolle und beachtenswert große Conrad Geißler - Orgel, mit neugotischem Prospekt, die 1864 hier ihren Platz fand und bis heute zu Konzerten und Gottesdiensten erklingt.
Kirche und Kloster Kirche St. Nicolai in Döbeln
0,2 kmzum Radweg

Nicolaikirche © Siesing
Die Kirche wurde 1293 erstmals erwähnt und nach einem Großbrand 1333 im Neubau als frühgotische Basilika errichtet, deren Westportal von 1370 noch original erhalten ist. Ihren jetzigen, spätgotischen Charakter erhielt die Kirche 1479. Der mächtige, 60 m hohe Turm wurde nach Bränden von 1629 und 1733 errichtet. Bedeutendstes Ausstattungsstück ist der 12 m hohe 6-flügelige spätgotische Schnitzaltar von 1515/16, der vom sogenannten „Meister des Döbelner Hochaltars" (namentlich nicht bekannt) stammt. Weiterhin bemerkenswert sind die Kanzel von 1599, der reliefgeschmückte Sandsteintaufstein von 1603 und ein Abendmahlrelief von 1500. Auch die Eule-Orgel ist eine der bedeutendsten in Sachsen. Vor der Kirche steht seit 1902 ein Lutherdenkmal.
Kirche und Kloster Kirche St. Nikolai in Eilenburg
0,85 kmzum Radweg

Nikolaikirche © SV Eilenburg
Die spätgotische dreischiffige Hallenkirche mit schönem roten Backsteingemäuer stammt in der heutigen Form aus dem Jahre 1444. Sie war Wirkungsstätte des Pfarrers und Liederdichters Martin Rinckart - Verfasser und Komponist des bekannten Liedes "Nun danket alle Gott". 1617 wurde der in Eilenburg geborene Martin Rinckart Archidiakonus an St. Nikolai. Er rettete 1639 die Stadt vor der Ausplünderung durch die schwedischen Truppen.
Das Lied ist heute noch fester Bestandteil des evangelischen Liedergutes und darüber hinaus wird das Lied konfessionsübergreifend in vielen Ländern der Erde gesungen. Namhafte Komponisten wie Johann Sebastian Bach, Max Reger, Johannes Brahms oder Felix Mendelsohn Bartholdy gaben dem Lied oder dessen Melodie in ihren Werken Raum.
Die Nikolaikirche gehört zu den ältesten Kirchenstandorten der Umgebung. Sie ist heute das älteste Bauwerk des Stadtzentrums und befindet sich direkt am Lutherweg Sachsen. Vermutlich um 970/980 entstand an dieser Stelle der erste Kirchenbau. 1404 wurden die Kirche und der sie umgebende Friedhof neu geweiht. 1435 und 1535 wird die Kirche durch Großbrände zerstört. Immer wieder machte ihr aber auch das Hochwasser zu schaffen (1413, 1434, 1573, 1771, 1854).
Der Wiederaufbau der 1945 schwer zerstörten Kirche ist bis heute nicht abgeschlossen. 2005 wurde ein restaurierter spätgotischer Schnitzaltar (von 1506) auf den Hauptaltar aufgestellt. Dieser stammt aus der ehemaligen Hospitalkapelle des Stadtfriedhofes.
Kirche und Kloster Kirchen in Großschirma
0 kmzum Radweg

Kirche © Gemeinde Großschirma
Die Kirchen des Stadtgebietes sind markante und ortsprägende Bauwerke, die eng mit der Geschichte der Region und den hier beheimateten Menschen verbunden sind. In den letzten beiden Jahrzehnten wurden sowohl im Inneren als auch im äußeren Erscheinungsbild umfangreiche Rekonstruktionsarbeiten vorgenommen.
Kirche und Kloster Kloster "Roter Stock" in Remse
0,7 kmzum Radweg

Kloster Remse © Tnemtsoni, Eigenes Werk (geändert), CC BY-SA 3.0 DE
Oberhalb des linken Ufers der Zwickauer Mulde steht ein auffälliges Gebäude. Nicht nur wegen seiner stattlichen 18 Meter Höhe und dem Satteldach sondern auch aufgrund seiner roten Farbe wird es „Roter Stock“ genannt. Es soll an die Klosteranlage Remse aus dem 12. Jahrhundert erinnern, von der heute nicht mehr viel zu sehen ist.
 
Kirche und Kloster Kloster Buch in Leisnig
0 kmzum Radweg

Kloster Buch © K. Lange
Die Gründung des Zisterzienserinnenklosters geht auf das Jahr 1192 zurück. Stifter des Klosters war Burggraf Heinrich von Leisnig. Bis 1250 waren alle Gebäude errichtet und eine Mauer zum Schutz des Klosters, von der heute noch Reste erhalten sind. Das Kapitelhaus sowie das Abthaus mit Infirmerie und Krankenkapelle sind vollständig erhalten. Auch die Ruine des einstigen Brauhauses und das Neccessarium - eine Mönchstoilette - können bestaunt werden. Wie in jedem Zisterzienserinnenkloster gehörten auch hier harte Arbeit und Gehorsamkeit zum täglichen Leben, aber auch Chorgebet und Chorgesang. Heute sind die historischen Gemäuer des Klosters, gelegen in der idyllischen Muldelandschaft, Anziehungspunkt für viele Besucher.
Kirche und Kloster Klosterruine Nimbschen in Grimma
0 kmzum Radweg

Klosterruine Nimbschen © K. Lange
Kloster Nimbschen bei Grimma wird eng mit Martin Luther verbunden. Er machte häufig in Grimma Station und wetterte gegen den Ablaßhandel. Sein reformatorisches Gedankengut drang auch in das nahe gelegene Zisterzienserinnenkloster „Marienthron“ in Nimbschen ein, wo seit Ende des 13. Jahrhunderts rund 40 Nonnen untergebracht waren. Neun Nonnen, darunter Katharina von Bora, die spätere Ehefrau Martin Luthers, gelang 1523 die Flucht aus dem Kloster. Nach dem Tod der letzten Äbtissin wurde 1536 die Klosterwirtschaft aufgelöst und die Gebäude damit dem Verfall preisgegeben.
Wer heute nach Nimbschen kommt, findet in den einstigen Stallungen und Speicheranlagen des alten Klostergutes einen modernen Hotelkomplex. Die Gebäude wurden mit hohem Aufwand und viel Liebe zum Detail ausgebaut. 
 
Kirche und Kloster Mauritiuskirche Wolkenburg in Limbach-Oberfrohna
0,2 kmzum Radweg

Wolkenburg Kirche © Tourismusregion Zwickau e.V.
Die Mauritiuskirche Wolkenburg ist die stilreinste klassizistische Dorfkirche Sachsens. Die Grundsteinlegung der Kirche erfolgte am 12. April 1794, fertiggestellt wurde sie im Jahr 1804. Bauherr war der damalige Eigentümer des Schlosses Wolkenburg und Finanzminister Sachsens - Detlev Carl Graf von Einsiedel.
Kirche und Kloster Neo-romanische Stadtkirche in Eibenstock
0 kmzum Radweg

Stadtkirche © TSC Eibenstock
Imposant erhebt sich die stattliche Kirche mit ihrem 64,5 m hohen Turm über den Ort.  Nach einem verheerenden Stadtbrand im Jahr 1862, der die alte Oswaldkirche dem Erdboden gleich machte, wurde die Eibenstocker Stadtkirche nach Plänen von Oskar Sommer von 1864 bis 1868 als dreischiffige neoromanische Hallenkirche neu errichtet. Sie ist die größte Kirche ihrer Art im Regierungsbezirk Chemnitz und eine der bedeutendsten in Sachsen. Aus der alten Kirche konnten mitten im Brand ein lebensgroßes, aus dem 16. Jahrhundert stammendes Kruzifix und die in Sachsen einmalige Darstellung des Heiligen Oswald, eine Holzskulptur aus der Zeit um 1520, gerettet werden. Bemerkenswert sind außerdem die historische Kreutzbach-Orgel, das Dreiergeläut im Turm von insgesamt 63 Zentnern sowie die mechanische Turmuhr aus der Carlsfelder Uhrenfabrik.
Kirche und Kloster Sankt Martinskirche Nerchau in Grimma
0 km zum Radweg

Kirche Nerchau © Kirchgemeinde Nerchau
Zieht man von Höfgen aus an Döben vorbei, ein Stück die Mulde abwärts, so führt der Mulderadweg direkt zur Sankt Martinskirche in den Grimmarschen Ortsteil Nerchau. Eine noch junge Lutherlinde begrüßt die Besucher am Friedhofseingang. Schaut man ins Innere des schlicht gehaltenen Kirchenraumes, so fällt der große Chorraum auf.  Von dessen Empore blicken ein alter Taufengel und ein Christkönig ins Kirchenschiff. Geht man an den beiden Figuren aus dem 13. und 17. Jahrhundert vorbei bis an den Altar, so kann man im beeindruckendem Deckengewölbe ein ganzes Sternenmeer finden.
Kirche und Kloster St. Annenkirche in Seelitz
3,7 kmzum Radweg

Die Seelitzer St. Annenkirche, welche bereits um 1200 als Wahrzeichen von Seelitz erwähnt wird, ist der Heiligen Anna geweiht.
Nachdem die Kirche von den Hussiten zerstört wurde, baute man sie im gotischen Stil im 16. Jahrhundert wieder auf. Im 18. Jahrhundert hielt im Inneren der Kirche der Barockstil Einzug.  Zu dieser Zeit wurde der historische Kirchenkomplex außerdem auch durch Pfarrhaus, Substitutenhaus und ehemalige Kirchenschule erweitert.
Kirche und Kloster St. Kunigundenkirche in Rochlitz
0,15 kmzum Radweg

Kunigundenkirche © J. Richter
Die Kunigundenkirche ist ein kunstgeschichtlich interessantes und wertvolles Bauwerk. Vom Vorgängerbau, einer Ende des 12. Jh. gegründeten kurzen querhauslosen Pfeilerbasilika mit Chor, ist nur das Untergeschoß der Doppelturmfront erhalten. Der Mittelturm und die beiden Hauben der seitlichen Türme sind wie die Vorhalle Hinzufügungen nach dem großen Stadtbrand von 1681. Schiff und Chor der Spätgotischen Hallenkirche entstanden in zwei architektonisch scharf getrennten Bauabschnitten. Der 1417 begonnene Chor steht mit seiner reichen Bauplastik noch in der Nachfolge der Prager Parler-Bauten. Er ist in der spätgotischen Architektur Sachsens einmalig. Das architektonisch Besondere der dreischiffigen Halle besteht in der raumvereinheitlichenden Figuration der 1476 vollendeten Gewölbe, die keine trennenden Arkaden zwischen den Schiffen mehr kennen. Die für die Statik wichtigen Arkaden zwischen den Pfeilern sind trotzdem vorhanden, sie liegen unsichtbar im Dachraum.
Die Kunigundenkirche besitzt einen riesigen Hochaltar (1513) mit dreifachen Flügeln aus der Werkstatt des Freiberger Bildschnitzers Philipp Koch. Bemerkenswert sind ein weiterer Flügelaltar (um 1521) von einem Cranach-Schüler, Reste der kurz vor 1430 entstandenen Glasmalereien und zwei farbig glassierte Tonplastiken (um 1430), die ältesten keramischen Großplastiken in Sachsen. 
Kirche und Kloster Stadtkirche "St. Wenceslai in Wurzen
0,9 kmzum Radweg

Stadtkirche St. Wenceslai © Siesing
Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 961, Mitte des 13. Jahrhunderts wurde sie als Wenceslaikirche geweiht. Die jetzige spätgotische Hallenkirche stammt aus dem 16. Jahrhundert. Der mächtige, quadratische Westturm trug noch 1628 ein Satteldach. In der Kreuz- und Marterwoche 1637 wurde die Kirche fast vollständig zerstört. Von 1663 bis 1673 erfolgte der Wiederaufbau. Seine barocke Haube erhielt der Kirchturm dann im Jahre 1689. Sehenswert ist die 1673 angebrachte Kassettendecke der Kirche, welche im Jahre 1926 restauriert wurde. Jedoch durch Fäulnis und Schwammbefall verursacht brach diese Kassettendecke 1975 zum Teil ein. Durch die Abtrennung des Altarraumes vom Kirchenschiff Ende der 80-er  Jahre konnte eine Winterkirche geschaffen werden, die auch eher der gegenwärtigen Gemeindegröße entsprach. Dort steht seit 1999 die neue Orgel. 
Die Kirche begerbergt eine Jehmlich-Orgel und eine neue Eule-Orgel aus der Orgelwerkstatt Hermann Eule.
Kirche und Kloster Stadtkirche "Unser Lieben Frauen..." in Penig
0,2 kmzum Radweg

Die Stadtkirche Unser Lieben Frauen Auf Dem Berge 2 © Siesing
Die Weihe vollzog Bischof Adolf Merseburg im Mai 1515, erster reformierter Gottesdienst war im August 1539. Der Turm trägt einen barocken Helm, der 1781 aufgesetzt wurde. Das Gotteshaus war ursprünglich als dreischiffige Hallenkirche geplant, Pfeiler und Gewölbe kamen nicht zur Ausführung. Im Inneren befinden sich die bekannte Felderdecke von Constantin Saytz (Schneeberg), die 1688 geschaffen wurde, mit 70 Darstellungen aus der biblischen Geschichte, ein farbig gefasster Steinaltar von Christoph Walther (Dresden) im Stil der italienischen Hochrenaissance sowie ein Taufbecken von Gabriel Eckert (1609 verstorben). Ihr inneres und äußeres Aussehen erhielt die Kirche nach den umfassenden Umbauarbeiten 1891/96. Dabei wurden das Gestühl, die Emporen und die Buntglasfenster in der Apsis eingebaut. Auch die drei Sandsteinfiguren in der Südseite, Christus, Moses und Johannes darstellend, stammen aus dieser Zeit. Seit 1896 besitzt die Kirche eine Kreuzbachorgel (Borna) mit 40 Stimmen und seit 1969 wieder ein komplettes Geläut. Bereits 1968/69 wurden innen und außen Restaurierungsarbeiten durchgeführt. Umfangreiche Erneuerungsarbeiten am Turmdach begannen 1988, setzten sich mit Abputzarbeiten am Turm und Kirchenschiff fort, gelangten 1992 zum Abschluss und wurden 1993 mit der Restaurierung des Westgiebels abgeschlossen. Westlich der Kirche befinden sich Reste der alten Stadtbefestigung von 1488 mit dem Eckturm, um die Ortsmitte Grabmäler aus dem 16./17. Jahrhundert, darunter das bekannte "Stuttinger-Grabmal". Nach der These des Chronisten Dr. Herber Lang (Frankfurt/Main) befand sich am Standort der 1380 errichteten Begräbniskapelle "Zur Herrlichkeit" der Burggrafen von Leisnig (Kirchennordseite) ab 628 die Holzburg auf der Höhe "Wysseponx" (Hohenstockburg), die im Jahr 930 durch Kaiser Heinrich I. auf einem seiner Kriegszüge gegen die Slawen zerstört worden ist. Lang begründet auch das relativ zeitige Vorhandensein des ersten Peniger Schlosses damit.
Kirche und Kloster Stadtkirche St. Johannis in Lössnitz
5,7 kmzum Radweg

Die Stadtkirche St. Johannis befindet sich in der Nähe des Marktplatzes. Das im Jahre 1826 eingeweihte Gotteshaus ist einer der schönsten Sakralbauten der Umgebung und besitzt eine der größten romantischen Orgeln Sachsens.  In der Turmlaterne ist eines der ältesten, noch funktionsfähigen Bronzeglockenspiele Deutschlands untergebracht – dieses erklingt mehrere Male am Tage. 
 
Kirche und Kloster Stadtkirche St. Matthäi in Leisnig
0,1 kmzum Radweg

Kirche St. Matthäi © K. Lange
Die Ursprünge der Leisniger Stadtkirche St. Matthäi reichen ins 12. Jahrhundert zurück, sie wurde von den Leisniger Burggrafen erreichtet.
Mit dem wirtschaftlichen Aufstieg der Stadt im 13. Jahrhundert verlagerte sich das Stadtzentrum um die Kirche, die in der Zeit zwischen 1460 und 1490 zur spätgotischen Hallenkirche erweitert wurde.
Im dreißigjährigen Krieg brannten schwedische Truppen die Kirche nieder, bereits 1637 konnte mit dem Wiederaufbau begonnen werden. Der Meißner Bildschnitzer Valentin Otte errichtete den fast elf Meter hohen Altar, der den Chor ausfüllt.
1882 begann man den Innenraum der Kirche mit neogotischen Elementen auszustatten, und den Westturm zu erhöhen. Diese Umbauten wurden 1960 aus dem Kircheninnenraum entfernt, einzig der Kirchturm zeugt von aus der Bauperiode.